21.06.2021

Prof. Dr. Fabian Mohr / Anorganische Chemie
Foto: Sebastian Jarych
Die Anwendung von Gold und Silber in der Medizin
Prof. Dr. Fabian Mohr forscht in der Anorganischen Chemie an der medizinischen Wirkung von Edelmetallen
Als Ordnungszahlen 47 und 79 im Periodensystem gekennzeichnet, sind Silber und Gold mehr als nur chemische Elemente. Die Universität Hannover arbeitet an neuartigen Oberflächen für Medizinprodukte wie Paukenröhrchen fürs Ohr oder Blasenkatheter, die das Infektionsrisiko in Krankenhäusern eindämmen. Spezielle Beschichtungen setzen dazu Ionen frei, die in feuchter Umgebung Bakterien abtöten. Nanomediziner sehen in der entzündungshemmenden Wirkung der Edelmetalle Potenzial, um Therapien zu entwickeln. Gegen krankhaftes Übergewicht, Blutzucker- und Fettstoffwechselstörungen wird dazu bereits Gold eingesetzt. Wissenschaftler vom Georgia Institute of Technology in Atlanta (USA) arbeiten an neuen Ansätzen in der Tumortherapie von Leukämie-Patienten. Goldene Nanobestandteile sollen als Transportvehikel die Aufnahme von Arzneistoffen in die Zellen verbessern. Edelmetalle spielen also in der modernen Medizin eine wichtige Rolle.
An der Bergischen Universität arbeitet der Chemiker Prof. Dr. Fabian Mohr seit Jahren an sogenannten Metall-Komplexen mit biologischer Aktivität und kann die medizinische Wirkung von Gold und Silber bestätigen.
Ungewöhnliche Reaktivität und neue Medikamente
Mohr, dessen wissenschaftliche Laufbahn sich in Australien, Kanada, den USA und Spanien entwickelte, ist seit 2014 Professor für Anorganische Chemie in der Fakultät für Mathematik und Naturwissenschaften. „Wir sind ja als Wissenschaftler neugierige Menschen, die Systeme verstehen wollen“, sagt er und bei Gold und Silber sei es besonders interessant, wenn Metallatome dieser beiden Systeme sehr nah aneinander kämen, denn dann entstünden erstaunliche Effekte wie Lichterscheinungen oder eine ungewöhnliche Reaktivität. „Die zweite Forschungsrichtung ist durchaus mehr anwendungsorientiert. Da geht es konkret darum, neue Medikamente zu entdecken.“ Gold und Silber würden schon lange bei verschiedenen Krebskrankheiten angewandt und auch so exotische Tropenkrankheiten wie Malaria ließen sich durch ihre antibiotische Wirkung damit behandeln. Das Thema der resistenten Bakterien, die gegen herkömmliche Antibiotika resistent sind und die Arbeit in Krankenhäusern erschweren, fordern den Wissenschaftler heraus. „Da ist es wichtig, neue Strukturen, neue Strukturmotive zu entwickeln, um diese resistenten Keime dann irgendwie töten zu können.“
Ein Buch über die wichtigsten Aspekte der Goldchemie
Vor einigen Jahren erschien das Buch „Gold Chemistry“, in dem Mohr als Herausgeber einen umfassenden Überblick über die wichtigsten Aspekte der Goldchemie sowie aktuelle und zukünftige Anwendungen von Goldverbindungen in einer Vielzahl von Bereichen präsentiert. Ein Teil dieses Buches beschäftigt sich dabei insbesondere mit den Anwendungsmöglichkeiten von Goldverbindungen als potentielles Mittel gegen Arthritis, Tumore und HI-Viren in der Medizin.
„Gold und Silber als Medikamente haben tatsächlich schon eine sehr, sehr lange Tradition“, erklärt er. „Im alten China hat man Goldpulver zum Wunddesinfizieren verwendet. Im europäischen Mittelalter kam als Allheilmittel das sogenannte Trinkgold (Aurum Potabile) auf den Markt, dass, je nachdem wo man es erwarb, mal mehr oder auch mal gar kein Gold enthielt.“ Gold in Form eines Medikaments gegen Arthrose gebe es bereits seit den 70er Jahren und die antibakterielle Wirkung von Silber sei schon den alten Römern bekannt gewesen. Auch heute nutze man diese Eigenschaft und verwende bei großflächigen Verbrennungen verschiedene Silbersalze, um die Gefahr der Infektion zu reduzieren. „Silberbrandsalbe haben viele Menschen zu Hause im Erste-Hilfe-Kasten. Von der Weltgesundheitsorganisation gibt es sogar eine Liste der sogenannten Essential Medicines, in der diese Silberverbindung, das Silbersulfadiazin, tatsächlich aufgenommen wurde.“
Gold und Silber in kolloidaler Form
In der Medizin nutzt man häufig sogenanntes kolloides Gold oder Silber. Dazu Mohr: „Eine kolloidale Lösung oder ein Kolloid selber muss man sich vorstellen, als eine Dispersion von ganz feinen Partikeln in einer Flüssigkeit.“ In den USA wurde früher kolloidales Gold erfolgreich zur Behandlung von Suchterkrankungen und Depressionen eingesetzt, da es aktivierend und harmonisierend auf das Drüsensystem und die Lebensenergie wirkt und das Nervensystem beruhigt. Silberkolloid hingegen nutzte man mit Erfolg zur Bekämpfung aller Arten von Erregern wie Pilzen und Bakterien. Die Edelmetallanteile sind so fein, dass man auch von Nanosilber oder Nanogold spricht, weil ihr Anteil nur ein milliardstel beträgt. Die Lösungen sind meist transparent, für das Auge also nicht wahrnehmbar. Kolloidale sichtbare Formen gibt es aber auch, weiß der Fachmann. „Man kennt das vielleicht aus Rubinglas zu Hause. Rubinglas ist nämlich nichts anderes als eine Dispersion von kolloidalem Gold, also feine Goldpartikel in einem Glas. Das gibt eine rote Farbe. Und je nachdem wie groß die Partikel sind, kann man dort von Hellrosa bis Dunkellila dieses Farbspektrum erzeugen. Das ist eine ganz charakteristische Eigenschaft von kleinen Teilchen, die Nanometergrößenordnung haben.“
Antibakterielle Wirkung von Silber
Zwar sei die antibakterielle Wirkung von Silber schon lange bekannt, doch Mohr weiß, dass auf diesem Gebiet immer noch viel geforscht wird. Ein wegweisendes Beispiel könnte in Zukunft die antibakterielle Beschichtung von Glastouchscreens sein. „Innovative Forschungen beschäftigten sich mit der Beschichtung durch Silbernanoteilchen“, sagt er. „Das Glas ist dann immer noch transparent, hat aber eine selbstdesinfizierende Oberfläche.“ Einsatzorte dieser neuen Möglichkeiten wären u.a. Geldautomaten, die sich durch die neue Beschichtung immer wieder selbstdesinfizierten. Und auch in der Werbung seien Stoffe mit Silberanteil immer wieder mal bei Shampoos oder Bekleidung ein Thema.
Die keimtötende Wirkung des Silbers zur Konservierung des Trinkwassers wurde auch schon zu Zeiten der alten Römer praktiziert. „. Das Wasser, was in einem silbernen Krug aufbewahrt wurde, war keimfreier, als Wasser, was in Blech- oder Holzgefäßen lagerte. Und tatsächlich hat man in Häusern von reichen Römern Silbergefäße gefunden, wo Trinkwasser über eine trockene Zeit gelagert wurde und dort frischer blieb.“ Doch die Anwendung dieser Edelmetalle kann kostspielig sein. Ein Kilo Gold kostet heute umgerechnet 48.000 Euro, Silber ist im Kilopreis von ca. 700 Euro dagegen ein glattes Schnäppchen. Auf die nutzbare Menge gesehen, gebe es jedoch heute Alternativen, denn, so sagt Mohr, „im Vergleich zu anderen Substanzen, die besonders im Pflanzenschutz großflächig eingesetzt werden, sind die Kosten einfach viel zu hoch. Da gibt es andere Mittel, die wirtschaftlicher sind.“
Goldtherapie
In den 1930er Jahren behandelte der französische Arzt Jacques Forestier Patienten mit rheumatoider Arthritis erfolgreich mit Goldverbindungen. Die Goldtherapie war bis Ende der 1980er-Jahre bei starkem Rheuma das Mittel der Wahl. „Das ist tatsächlich eines am längsten in Benutzung gewesenen goldbasierten Medikamente“, weiß Mohr, „vor allem das Auranofin, was u.a. unter dem Namen Ridaura verkauft wurde, war sehr wirksam gegen Gelenkschmerzen.“ Aber Nebenwirkungen vor allem im Magen-Darm-Bereich bei langfristiger Einnahme führte zur Absetzung dieses Medikamentes. „Es gibt aber wieder neue Studien, die zeigen, dass dieselbe Substanz auch gegen das HI-Virus aktiv ist.“ Forschungen in Brasilien, wo Aids nach wie vor stark vertreten ist, zeigten, dass diese Goldverbindungen helfen können. Auch Krebskrankheiten sind mit diesem Präparat zu behandeln. „Ganz neue Studien belegen gar eine Wirksamkeit gegen Covidviren“, und vielleicht, mutmaßt Mohr, „wird dieses Medikament gegen eine andere Krankheit irgendwann wieder aus der Schublade geholt.“
Edelmetalle für die moderne Medizin
„Edelmetalle und nicht nur Gold und Silber haben eine große Bedeutung in der Medizin“, sagt Mohr. „Platin wird auch in der Krebstherapie eingesetzt. Ein Platinmedikament hat viele Menschen von Krebs wirklich geheilt und da erhoffe man sich auch in Zukunft noch weitere Entwicklungen. Insbesondere von den Goldnanoteilchen verspricht man sich viel. Ein zukünftiger Weg sei u.a. die Photodynamische Therapie, ein Verfahren zur Behandlung von Tumoren und Gewebeveränderungen in der Kombination von Licht mit einer lichtaktivierbaren Substanz. „Solche Goldnanoteilchen, wenn sie mit Licht einer bestimmten Energie in Berührung kommen, entwickeln lokale Wärme. Das möchte man ausnutzen, indem man z.B. Krebspatienten diese nicht toxischen goldenen Nanoteilchen verabreicht und dann gezielt durch einen Lichtstrahl bestimmte Energie einzelner Organe oder Organteile ansteuern kann. Dort werden die Nanoteilchen heiß, durch die Hitze werden die Krebszellen abgetötet und es kommt zu einem Heilungsprozess.“
Fabian Mohrs Fazit ist dementsprechend klar. „Es wird sich in diesem Bereich sicherlich in den nächsten Jahren einiges tun und ich denke, dass Metalle in der Medizin immer mehr eine größere Rolle spielen werden, als sie das jetzt schon tun.“
Uwe Blass (Gespräch vom 21.06.2021)
Prof. Dr. Fabian Mohr studierte Chemie in Melbourne (Australien) und promovierte ebenda. Nach Stationen in Kanada, den USA und Spanien kam er 2006 als Juniorprofessor an die Bergische Universität. Dort ist er seit 2014 Professor für Anorganische Chemie in der Fakultät für Mathematik und Naturwissenschaften.
Quelle: Uni-Wuppertal
Bergische Universität Wuppertal
Gaußstraße 20
42119 Wuppertal
Kolloidales Silber 1.000 ml
1.000 ml ℮ Kolloidales Silber Glasflasche
Hochwertiges, reines Wasser.
Elektrolyse Verfahren gibt es seit rund 225 Jahren. 1800 entdeckten William Nicholson und Anthony Carlisle die Elektrolyse von Wasser.
Elektroden Reinheit 99,999%
Die Konzentration von kolloidalem Silber in ppm kann mit herkömmlichen Messgeräten nicht bestimmt werden, während die ppm-Zahl bei normalem Wasser problemlos messbar ist. Eine genaue Kolloid-Analyse erfordert spezielle Laborverfahren, beispielsweise mit Licht- bzw. Laserstreuung. Entscheidend für die Qualität von kolloidalem Silber sind daher vor allem die Herstellungszeit und das angewandte Elektrolyseverfahren – nicht ein angegebener ppm-Wert.
Weiterführende Informationen:
In dem folgenden Video wird anschaulich erklärt, wie ppm- und TDS-Messgeräte funktionieren und wo ihre Grenzen bei der Beurteilung von Elektrolyse-Wasser und kolloidalen Lösungen liegen: Video Link
174 vorrätig
Kolloidales Gold 1.000 ml
Hinweis: Aufgrund des hohen Bestellaufkommens kann sich der Versand aktuell um 3 Werktage verzögern. Vielen Dank für Ihr Verständnis.
Bitte beachten Sie, dass ich alle Bestellungen persönlich und ohne Mitarbeiter bearbeite. Ich versende jede Bestellung mit größter Sorgfalt und so schnell wie möglich.
1.000 ml ℮ Kolloidales Gold
Hochwertiges, reines Wasser.
Elektrolyse Verfahren gibt es seit rund 225 Jahren. 1800 entdeckten William Nicholson und Anthony Carlisle die Elektrolyse von Wasser.
Elektroden Reinheit 99,999%
Die Konzentration von kolloidalem Silber in ppm kann mit herkömmlichen Messgeräten nicht bestimmt werden, während die ppm-Zahl bei normalem Wasser problemlos messbar ist. Eine genaue Kolloid-Analyse erfordert spezielle Laborverfahren, beispielsweise mit Licht- bzw. Laserstreuung. Entscheidend für die Qualität von kolloidalem Silber sind daher vor allem die Herstellungszeit und das angewandte Elektrolyseverfahren – nicht ein angegebener ppm-Wert.
Weiterführende Informationen:
In dem folgenden Video wird anschaulich erklärt, wie ppm- und TDS-Messgeräte funktionieren und wo ihre Grenzen bei der Beurteilung von Elektrolyse-Wasser und kolloidalen Lösungen liegen: Video Link
7 vorrätig

Anlagegold
Wie sicher ist Gold als Anlage?
Gold hat sich über Jahrtausende als sichere und wertbeständige Geldanlage bewiesen. Wenn Sie Ihr Vermögen absichern möchten, dann ist Gold – gerade in unruhigen Zeiten auf den Finanzmärkten – ein sicherer Hafen. Als Sachwert droht Ihnen unabhängig der Kursentwicklung niemals ein Totalverlust, wie Sie ihn auf den Aktienmärkten erleben könnte. Physisches Gold hat immer einen Wert. Da das Vorkommen begrenzt ist, ist eine Wertsteigerung auf lange Sicht wahrscheinlich. Dennoch sollte man eine Anlage in Gold in erster Linie als Vermögenssicherung betrachten. Was die Gold Anlage zusätzlich attraktiv macht: für Anlagegold muss keine Mehrwertsteuer gezahlt werden und Gewinne sind nach einem Jahr Haltedauer steuerfrei. Gold kaufen als Anlage lohnt sich auch für alle, die sich vor Krisen oder staatlichem Zugriff schützen möchten.
Eine Investition in physisches Gold zählt zu den absoluten Klassikern der Geldanlage ist sowohl mit kleinem als auch großenBudget möglich. So gibt es Goldbarren und Münzen in sehr unterschiedlichen Stückelungen von 1 Gramm Gold bis 1 Kilogramm Gold zudem ein ideales Geschenk zu den verschiedensten Anlässen (z.B. Ostern, Weihnachten, Hochzeit, Geburtstag, Kommunion, Taufe, Abschluss etc).
Wenn Sie Gold als Geschenk kaufen, investieren Sie auch in die Zukunft des Beschenkten. Ein wesentlicher Vorteil einer Investition in physisches Gold ist, dass es im Gegensatz zu Papierwährungen nicht beliebig vermehrbar und deshalb wertstabil ist. Zudem ist es unabhängig von Aktien- und Währungsmärkten und hat sämtliche Depressionen, Krisen, Währungsreformen und sonstigen Krisen überstanden und sich dabei den Ruf des Krisenmetalls erarbeitet. So können Sie auch mit einem potenziellen Wertzuwachs IhreAnlage aus Gold verkaufen, wenn Sie auf Ihre Rücklage zurückgreifen wollen.
Was spricht für Goldbarren als Wertanlage?
Wenn Sie also daran interessiert sind, möglichst viel Gold für Ihr Geld zu erhalten, sind Goldbarren die bessere Wahl. Gleichzeitig gilt auch, dass die Herstellungskosten bei kleinen Stückelungen relativ gesehen höher ausfallen, als bei größeren Barren. So kostet ein 1-kg-Goldbarren nicht, wie man es möglicherweise erwarten könnte, das Tausendfache, eines 1 Gramm-Goldbarrens, sondern deutlich weniger. Der Grund dafür ist einfach: Beim Kilobarren verteilen sich die Prägekosten auf eine deutlich größere Menge und sind somit pro Gewichtseinheit deutlich kleiner als bei einem Grammbarren. Wenn Sie solche große Goldbarren verkaufen, können Sie dies jedoch nur als Ganzes tun.

Der Mindestfeingehalt von Goldbarren liegt bei 995 Promille. Idealerweise sollten Goldbarren jedoch einen Feingehalt von 999 oder besser noch von 999,9 Promille aufweisen. Zudem ist bei Goldbarren auf den Prägestempel zu achten, denn dieser spielt beim Verkauf eine entscheidende Rolle. Neben dem Feingehalt sind auf dem Prägestempel auch noch Angaben über den Hersteller abgebildet. Idealerweise verfügen Goldbarren über einen Prägestempel eines LBMA -zertifizierten (LMBA=London Bullion Market Asscociation) Produzenten wie bspw. Argor-Heraeus, Umicore oder Perth Mint.


